2 Min. 2 Mio. am 14.6.2022 auf Puls4 um 20:15 mit Petra Ott
2 Min.2Mio. auf Puls4 mit Petra Ott – Katzenverhaltensexpertin
Copyright Credit: „(c) PULS 4/ Gerry Frank“
@2min2mio und @puls4
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Auf die schlanke Linie achten müssen nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Haustiere….In Wien leidet jedes 5te Haustier an Übergewicht!
Spannende Videos für Hund und Katze mit Experte Lukas Pratschker und Petra Ott in der KroneTierecke.
Zusammenleben mit Vierbeinern: Worauf gilt es, zu achten?
Das allerwichtigste, das man sich zu Herzen nimmt, ist, dass man die Katze nicht vermenschlichen sollte, denn dann kommt es zu großen Missverständnissen. Katzen sind eben andere Lebewesen als wir Menschen. Sie haben andere Bedürfnisse und dies gilt zu erfüllen.
Überdies hinaus sollte jeder Katzenfreund seine Katze verstehen, wissen, wie und vor allem was sie kommunizieren. Denn nur so kann man auf die Katze gut und richtig reagieren. Daher habe ich auch das „Große Katzen-Interviews von der Schwanzspitze bis zu den Schnurrbarthaaren“ geschrieben und bebildert. So lernt man auch die schnellste Weise kätzisch!
Welche Bedürfnisse haben Katzen im Gegensatz zu Hunden in puncto Wohlfühlen im Wohnbereich?
Katzen brauchen ihren eigenen Platz zur Futteraufnahme. Sie sind zwar sehr soziale Lebewesen, dennoch die eigenen Futterschüssel und der eigene Futterplatz sind schon ein al ein Teil des glücklich seins. Auch, wen so jeder Katzenhalter sich denkt, bei Futter gibt es nie Probleme. Da vielleicht nicht, aber der Stress baut sich schon dort auf und entlädt sich später. Genauso gilt es für das Katzenklo. Da darf gewechselt werden, aber es gilt 1 Katzenklo pro Katze. Die 3te Ebene, der Catwalk, sei es Regale an der Wand oder nur erhöhte Liegeflächen, wie Sideboards oder Kästen, sind ein MUST HAVE für den Stubentiger.
Gibt es einen gemeinsamen Verhaltenskodex?
Alles in Ruhe zu machen, im höflichen Umgang zwischen Menschen du Katzen oder auch Hunden, die Körpersprache und die Kommunikation der Katzen zu lernen, die Calming Signals einsetzen, aber auch wenn die Situation brennzlich , durch das Anstarren des einen oder anderen , diese unterbrechen. Katzen dort streicheln, wo sie wirklich gestreichelt werden wollen, auch de erkennt man anhand der Körpersprache und die gemeinsame Zeit gut miteinander verbringen.
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Interview-INSIDER MAGAZIN: Kann man Katzen erziehen
Katzentraining und Katzenschule
Im Interview mit Petra Ott, Katzenexpertin und Gründerin der 1. Katzenschule für Menschen in Österreich.
Könnten Sie bitte kurz Ihre „Katzenschule“ vorstellen?
Die aCATemy ist die 1. Katzenschule für Menschen, ich habe sie vor einigen Jahren gegründet, weil mir im wahrsten Sinn des Wortes die Reserven ausgegangen sind. Kunden warteten damals 3 bis 4 Monate auf einen Termin. Oft war das untragbar für die verzweifelten Katzeneltern. In Österreich leben zirka 1,6 Millionen Katzen in den Haushalten. Die meisten davon sind Mehrkatzenhaushalte. Durch nicht-katzengerechte Haltung und dadurch, dass die Menschen nur teilweise auf die Grundbedürfnisse der Katze eingehen, weil sie diese zu wenig kennen, entstehen Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit, Aggression, Stereotypien, nächtliche Unruhe, Kratzmarkieren und vieles mehr.
In meiner Katzenschule werden zertifizierte ganzheitlich körperlich-orientierte Katzenverhaltensberater/Katzencoaches in einem 8-monatigen Kurs oder im Fernlehrgang ausgebildet, damit sie Menschen mit Katzenproblemen helfen können. Aber nicht nur Katzenprofis werden ausgebildet, sondern auch die Katzenhalter selbst können an speziellen Workshops teilnehmen, wie zum Beispiel „1. Katzenkundenachweis Katzenwissen von A-Z“, „Die Katzenköpersprache und Kommunikation der Katze“, „Klickertraining – Kunststücktraining mit Katzen“ und vieles mehr.
Ist es überhaupt möglich, Katzen zu erziehen und ihnen Regeln beizubringen?
Erziehen ist ein zu starkes Wort dafür. Wir zeigen den Menschen das richtige Werkzeug, um ihre Katzen besser zu verstehen und auf sie einzugehen. Mit dem Training und der Zusammenarbeit mit Katzen fördern wir die Mensch- Tier-Beziehung und vertiefen diese auch. Man kann Katzen genauso trainieren wie Hunde und sie lieben diese Beschäftigung!
Allerdings kommt es auch auf den Charakter der Katze an. Mit dem passenden Leckerli und vor allem mit viel Geduld und dem richtigen Leitfaden funktioniert es sogar relativ schnell. Wohlgemerkt zu Hause und nicht auf der Straße (so wie beim Hund).
Wenn wir aber von Regeln sprechen, zum Beispiel dass die Katze nicht auf dem Esstisch Platz nehmen soll, dann kann man ihr das auch sehr gut beibringen. Allerdings ist damit nicht gesagt, dass sich die Katze auch an die Regeln hält, wenn die Katzeneltern außer Haus sind.
Ab welchem Alter empfehlen Sie die Katzenschule?
Man beginnt schon im Alter von einigen Lebensmonaten, mit den Katzen zu trainieren, allerdings nur kurz. Einsteigen kann man aber in jedem Alter, auch wenn man eine Seniorenkatze zu Hause hat.
Gibt es Unterschiede bei der Erziehung von gefundenen bzw. weggegebenen (Tierschutzhaus) Katzen und jenen, die man sich von einem anderen Katzenhalter holt oder von einem Züchter?
Nein, denn wir wissen nicht, wie es der Katze vorher ergangen ist. Sie kann in jedem dieser Fälle ein Trauma haben. Das Wichtigste aber ist, dass sich das Leben des Stubentigers im neuen Zuhause von Beginn an für ihn ändert. Die Katze muss sich neu orientieren, ihren Duft überall verbreiten, sich eventuell mit anderen Fellnasen arrangieren. Wenn wir aber direkt von Training sprechen, dann sollte man der Katze bitte eine gewisse Zeit geben, in der sie sich einleben und akklimatisieren kann.
Wie kann so eine Erziehung ablaufen?
Bleiben wir weiter beim Esstisch. Die Katze springt auf den Tisch und der Katzenhalter möchte dies nicht. Hier klatschen Sie in die Hände, sagen den Namen der Katze und zum Beispiel „runter“ (mehr nicht). Ist die Katze dann auf dem Boden gelandet, loben Sie sie mit sanfter und hoher Stimme, das gefällt den Katzen! Halten Sie sich konsequent an die Reglementierung und an das anschließende Loben. So trainieren Sie Ihrer Katze Unarten ab.
Dazu sollte noch gesagt sein, wenn Sie klatschen, bitte, erschrecken Sie die Katze nicht zu sehr, sodass sie sich vielleicht nicht mehr unter dem Sofa hervortraut. Ich komme oft zu verhaltensauffälligen Katzen, die ständig geschimpft und bedroht werden. Das ist leider kontraproduktiv. Denn dann hat die Katze Angst und die Mensch -Tier-Beziehung geht verloren. Natürlich kann man sie wiederaufbauen, aber wenn man von Beginn an die Sache richtig angeht, hat man später keine Schwierigkeiten.
Kann man einer Katze das „Kratzen in der Wohnung“ oder das „überall Herumlaufen“ (z.B. Anrichte in der Küche, Tisch etc.) abgewöhnen?
Ja, man kann einer Katze alles beibringen. Katzen sind zwar sehr mysteriöse Geschöpfe, verstehen aber alles. Sie spüren auch ganz genau unsere Stimmungslage. Es kann sein, dass später nur noch ein leichtes Räuspern ausreicht und die Katze unterbricht ihre Unart. Bei der Frage haben wir aber zwei Ansätze. Einerseits Grenzen ziehen – zum Beispiel: das ist mein Esstisch – und andererseits, wenn wir über Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel das Kratzen an ungeeigneten Stellen wie an der Couch oder am Bett oder am Perserteppich, sprechen.
Wann stellen sich erste Erfolge der Erziehung womöglich schon ein?
Das hängt definitiv von der Katze und deren Charaktereigenschaften ab. Ich differenziere immer zwischen Menschenkatze und Katzenkatze. Diese Eigenschaften sind mir im Laufe meiner unzähligen Katzenbegegnungen aufgefallen. Jeder einzelne Charakter hat ein anderes Bedürfnis, das abgedeckt werden sollte, damit es nicht zu Problemen im Haushalt kommt.
Um abschließend noch eine der häufigsten Verhaltensauffälligkeiten – die Unsauberkeit bei Katzen – konkret anzusprechen: Wie verhält man sich richtig, wenn die Katze nicht im Kisterl ihr Geschäft verrichtet?
Das Wichtigste ist, die Katze nicht zu be“strafen“, denn das kann die Situation nur noch schlimmer machen. Schimpfen Sie also Ihre Katze nicht, sondern holen Sie sich Hilfe von einem Profi. Oft steckt hinter einem solchen Verhalten ein ganz bestimmter Stressfaktor, den es herauszufinden gilt, damit Ihr Stubentiger ein stressfreieres Leben führen kann und dann verschwindet dieses „Problem“ wieder ganz von selbst.
Bestraft man die Katze für ein solches Malheur, das häufig zu einem ganz anderen Zeitpunkt passiert ist, weiß dieses kleine Lebewesen oft gar nicht, worum es geht und die Situation wird nur noch schlimmer und man macht in der Mensch -Tier-Beziehung vieles kaputt. Gleichzeitig sind wir für unsere Fellfamilienmitglieder der wichtigste Sozialkontakt und diesen gilt es zu fördern, denn eine entspannte Katze macht uns auch keine Probleme.
Zur Person:
Petra Ott
Katzenexpertin und Autoin
Gründerin der 1. Katzenschule für Menschen
Kontakt: office@petraott.com / www.petraott.com
„Das große Katzen-Interview – Katzencoach Petra Ott packt aus“
Erschienen 2017 im Buchwerk Verlag
Was tun, wenn Ihre Katze ängstlich oder schreckhaft ist? Ihr Stubentiger traut sich keinen Meter an Sie ran? Oder läuft beim kleinsten Geräusch hinter das Sofa oder bewegt sich nur noch in einem Zimmer? Das hat einen Hintergrund – Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps.
Katzen spielen gerne und sind sehr klug: Das kann man sich zunutze machen.
Bei Züchtern kommen Kätzchen drei bis vier Mal pro Jahr zur Welt, auf Bauernhöfen verstärkt jetzt, im Frühjahr. Früher wurden die Tiere oft bereits nach acht Wochen vergeben. Davon rät Katzencoach Petra Ott jedoch ab: „Man sollte die Tiere bis zur zwölften Woche bei der Mutter lassen. Sie ist ein wichtiges Vorbild. Auch ausgiebiges Spielen mit den Geschwistern ist sinnvoll. Wenn sie da zu wenig Erfahrungen sammeln, sind sie später anderen Katzen gegenüber oft aggressiv.“
All-you-can-eat-Buffet
Fressen dürfen die Kleinen übrigens so viel, wie sie wollen. „Ich empfehle im ersten Jahr ein All-you-can-eat-Buffet. Später sind dann drei Mahlzeiten sinnvoll, plus zwei Zwischenmahlzeiten. In der Natur würden Katzen acht bis zwölf Mäuse über den Tag verteilt fressen“, erklärt Ott. Wichtig sei Futter ohne Zucker oder andere Kohlenhydrate, die dann im Körper in Zucker umgewandelt werden; denn das mache Katzen hyperaktiv. Frisches Wasser sollte für die Haustiere auch immer verfügbar sein – an einem anderen Platz als das Futter. Vieles, wie den Toilettengang, lernen die Kätzchen von ihrer Mutter. Manches kann man den klugen Tieren in ihrem neuen Heim aber noch beibringen:
Revier markieren: Damit die Katzen das nicht mit Urin machen, sollte man ihnen nicht nur einen Kratzbaum, sondern in jedem Raum eine Möglichkeit zum Kratzen (etwa ein mit Jute bespanntes Brett) zur Verfügung stellen. Der Besitzer kann das Kratzen übrigens vormachen. Was Kätzchen nicht mögen, ist, wenn man versucht, ihre Pfote auf das Kratzbrett zu führen.
Medical Training: Berührungen an Ohren, Pfoten und Bauch sollte man bei den Kleinen spielerisch üben und mit Leckerlis belohnen. Dann sind sie später beim Tierarzt damit auch einverstanden.
Schlafhygiene: Manche Katzen sind Langschläfer, andere ausgeprägte Frühaufsteher. Letztere wollen dann oft schon um drei oder vier Uhr in der Früh Futter und Aufmerksamkeit. Wenn das Tier etwa mit den Tatzen ins Gesicht des Besitzers fasst, sollte man es nicht mit Aufmerksamkeit belohnen. Sinnvoll ist es, die letzte Mahlzeit so spät wie möglich zu geben. Auch Katzen, die am Vortag viel erlebt haben, schlafen oft länger. Geeignet sind Lauftraining mit Laserpointer oder einer Angel genauso wie Intelligenzspiele, bei denen sie ihre Beute erobern müssen.
Katzenklappe: Weil nicht nur die Schnurrhaare, sondern auch die Haare am Oberkopf der Katze mit Nervenenden verbunden sind, kann es ihnen unangenehm sein, durch die Klappe zu schlüpfen. Man kann sie aber schrittweise daran gewöhnen. Zuerst die Klappe ganz öffnen und die Katze mit Leckerlis anlocken. Dann beim Öffnen helfen und wieder belohnen. Später kann die Katze die Klappe dann meist selbst öffnen.
Klicker-Training: Mit einem Klicker Geräusche zu machen und wenn die Katze darauf reagiert, diese mit einem Leckerli zu belohnen, macht beiden Partnern Spaß. Später kann man den Vierbeinern dann auch beibringen, die Pfote zu geben oder die Sitzposition einzunehmen. Diese Übungen sollten aber nicht ausarten. 60 Sekunden sind ausreichend, in dieser Zeit werden drei Leckerlis gegeben.
Hilfe holen: Wenn die Katze unsauber ist, in der Nacht Lärm macht oder mit Urin markiert, sollte man sich unbedingt von einem Experten Hilfe holen. Ott hat dafür auch die "aCATemy Katzen-App" entwickelt, die in der Basisversion kostenlos ist: https://petraott.com/acatemy-app
Ihr Stubentiger pinkelt nicht oder nicht immer ins Katzenklo? Das hat einen Hintergrund – so etwas wie „Protestpinkeln“ gibt es nicht! Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps.
Ein toller Artikel der Krone Tierecke: https://www.krone.at/2378015
„Verhaltensprobleme entstehen, wenn wir nicht auf die Grundbedürfnisse der Katzen eingehen. Das heißt, die Katze hat hohen Stress“, erklärt Katzenexpertin Petra Ott. Es kann auch sein, dass die Katze erst heute auf einen Lebensumstand reagiert, der bereits gestern da war. Tatsache ist aber, dass ein gewisser Druck von Ihrer Katze ausgehalten wird. „Nur irgendwann geht es nicht mehr“, so Ott.
Risko steigt mit Anzahl der Katzen
Die Häufigkeit des Urinverspritzens oder Markierens im Haushalt steigt mit der Anzahl der dort lebenden Tiere, und zwar von ca. fünf Prozent in Einkatzen-Haushalten bis zu 90 Prozent bei solchen mit sieben oder mehr Katzen. Die Entleerung erfolgt aus einer Stresssituation heraus – leben zwei besonders unverträgliche Exemplare zusammen, kann diese Schwelle schon bei zwei Tieren erreicht werden.
Die innovative aCATemy Katzen-App ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Digitalisierung auch im Bereich Haustierhaltung für mehr Flexibilität und Komfort bei gleichzeitiger Kostenersparnis sorgt. „Diese maßgeschneiderte App kann man bequem zuhause auf der Couch mit seiner Katze genießen. Mit einem Klick zum Katzenglück!“ – so Gründerin Petra Ott.
Hier geht’s zum Artikel:
Was will mir meine Katze eigentlich gerade sagen? Wie praktisch wäre da schnelle und kompetente Hilfe via Smartphone – und genau diese gibt es jetzt neu in den Appstores! Die „aCATemy“ Katzen-App ist eine Wissens-, Lehr- und Trainings-App und steht Katzenfreunden ab sofort rund um die Uhr und auf Knopfdruck zur Verfügung. Neben Tipps und Tricks zu vielfältigen Katzenthemen, von A wie Aggression bis Z wie Zusammenführung, sind auch zahlreiche Maßnahmen- und Trainingspläne abrufbar und bieten rasche Lösungen für Katzenprobleme und Katzenthemen direkt auf dem Handy.
Hallo Petra,
ich lieg gerade mit den Stubentigern auf der Couch und es ist so viel Ruhe bei uns eingekehrt seitdem du uns bei Mama und Papa die guten Tipps gegeben hast.
Und weil ich für die Ruhe so dankbar bin dachte ich ich muss dir schreiben.
Die Futterumstellung ist Goldwert und auch die anderen Tipps befolgen wir sehr brav. Unsere Übersiedlung hat dem großen so gut getan das wir ihm jetzt einen kleinen Spielgefährten besorgt haben.
Also ein riesengroßes Dankeschön für deine guten Tipps und Tricks.
Ps: Foto von den 2 Kuschlern hab ich dir auch angefügt, weil ohne dir diese Ruhe nie möglich gewesen wäre.
Danke, Danke, Danke ️