Krone Tierecke- Petra Ott -TIPPS VOM PROFI Was Sie über Angst bei Katzen wissen sollten

Was tun, wenn Ihre Katze ängstlich oder schreckhaft ist? Ihr Stubentiger traut sich keinen Meter an Sie ran? Oder läuft beim kleinsten Geräusch hinter das Sofa oder bewegt sich nur noch in einem Zimmer? Das hat einen Hintergrund – Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps.

OÖ Nachrichten – Interview “ Frühlingskätzchen“ mit Petra Ott, Katzenverhaltensexpertin

Die Frühlingskatzen kommen: Was sie in ihrem neuen Zuhause lernen sollten

Von Dietlind Hebestreit  19. April 2021 00:04 Uhr https://www.nachrichten.at/meine-welt/haustiere/die-fruehlingskatzen-kommen-was-sie-in-ihrem-neuen-zuhause-lernen-sollten;art208675,3385424

Katzen spielen gerne und sind sehr klug: Das kann man sich zunutze machen.

Bei Züchtern kommen Kätzchen drei bis vier Mal pro Jahr zur Welt, auf Bauernhöfen verstärkt jetzt, im Frühjahr. Früher wurden die Tiere oft bereits nach acht Wochen vergeben. Davon rät Katzencoach Petra Ott jedoch ab: „Man sollte die Tiere bis zur zwölften Woche bei der Mutter lassen. Sie ist ein wichtiges Vorbild. Auch ausgiebiges Spielen mit den Geschwistern ist sinnvoll. Wenn sie da zu wenig Erfahrungen sammeln, sind sie später anderen Katzen gegenüber oft aggressiv.“

All-you-can-eat-Buffet

Fressen dürfen die Kleinen übrigens so viel, wie sie wollen. „Ich empfehle im ersten Jahr ein All-you-can-eat-Buffet. Später sind dann drei Mahlzeiten sinnvoll, plus zwei Zwischenmahlzeiten. In der Natur würden Katzen acht bis zwölf Mäuse über den Tag verteilt fressen“, erklärt Ott. Wichtig sei Futter ohne Zucker oder andere Kohlenhydrate, die dann im Körper in Zucker umgewandelt werden; denn das mache Katzen hyperaktiv. Frisches Wasser sollte für die Haustiere auch immer verfügbar sein – an einem anderen Platz als das Futter. Vieles, wie den Toilettengang, lernen die Kätzchen von ihrer Mutter. Manches kann man den klugen Tieren in ihrem neuen Heim aber noch beibringen:

Revier markieren: Damit die Katzen das nicht mit Urin machen, sollte man ihnen nicht nur einen Kratzbaum, sondern in jedem Raum eine Möglichkeit zum Kratzen (etwa ein mit Jute bespanntes Brett) zur Verfügung stellen. Der Besitzer kann das Kratzen übrigens vormachen. Was Kätzchen nicht mögen, ist, wenn man versucht, ihre Pfote auf das Kratzbrett zu führen. 

Medical Training: Berührungen an Ohren, Pfoten und Bauch sollte man bei den Kleinen spielerisch üben und mit Leckerlis belohnen. Dann sind sie später beim Tierarzt damit auch einverstanden.

Schlafhygiene: Manche Katzen sind Langschläfer, andere ausgeprägte Frühaufsteher. Letztere wollen dann oft schon um drei oder vier Uhr in der Früh Futter und Aufmerksamkeit. Wenn das Tier etwa mit den Tatzen ins Gesicht des Besitzers fasst, sollte man es nicht mit Aufmerksamkeit belohnen. Sinnvoll ist es, die letzte Mahlzeit so spät wie möglich zu geben. Auch Katzen, die am Vortag viel erlebt haben, schlafen oft länger. Geeignet sind Lauftraining mit Laserpointer oder einer Angel genauso wie Intelligenzspiele, bei denen sie ihre Beute erobern müssen.

Katzenklappe: Weil nicht nur die Schnurrhaare, sondern auch die Haare am Oberkopf der Katze mit Nervenenden verbunden sind, kann es ihnen unangenehm sein, durch die Klappe zu schlüpfen. Man kann sie aber schrittweise daran gewöhnen. Zuerst die Klappe ganz öffnen und die Katze mit Leckerlis anlocken. Dann beim Öffnen helfen und wieder belohnen. Später kann die Katze die Klappe dann meist selbst öffnen.

Klicker-Training: Mit einem Klicker Geräusche zu machen und wenn die Katze darauf reagiert, diese mit einem Leckerli zu belohnen, macht beiden Partnern Spaß. Später kann man den Vierbeinern dann auch beibringen, die Pfote zu geben oder die Sitzposition einzunehmen. Diese Übungen sollten aber nicht ausarten. 60 Sekunden sind ausreichend, in dieser Zeit werden drei Leckerlis gegeben.

Hilfe holen: Wenn die Katze unsauber ist, in der Nacht Lärm macht oder mit Urin markiert, sollte man sich unbedingt von einem Experten Hilfe holen. Ott hat dafür auch die "aCATemy Katzen-App" entwickelt, die in der Basisversion kostenlos ist: https://petraott.com/acatemy-app

 

Protestpinkeln gibt es nicht! Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps

Was tun, wenn Ihre Katze unsauber ist?

Ihr Stubentiger pinkelt nicht oder nicht immer ins Katzenklo? Das hat einen Hintergrund – so etwas wie „Protestpinkeln“ gibt es nicht! Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps.

Ein toller Artikel der Krone Tierecke: https://www.krone.at/2378015

„Verhaltensprobleme entstehen, wenn wir nicht auf die Grundbedürfnisse der Katzen eingehen. Das heißt, die Katze hat hohen Stress“, erklärt Katzenexpertin Petra Ott. Es kann auch sein, dass die Katze erst heute auf einen Lebensumstand reagiert, der bereits gestern da war. Tatsache ist aber, dass ein gewisser Druck von Ihrer Katze ausgehalten wird. „Nur irgendwann geht es nicht mehr“, so Ott.

Risko steigt mit Anzahl der Katzen
Die Häufigkeit des Urinverspritzens oder Markierens im Haushalt steigt mit der Anzahl der dort lebenden Tiere, und zwar von ca. fünf Prozent in Einkatzen-Haushalten bis zu 90 Prozent bei solchen mit sieben oder mehr Katzen. Die Entleerung erfolgt aus einer Stresssituation heraus – leben zwei besonders unverträgliche Exemplare zusammen, kann diese Schwelle schon bei zwei Tieren erreicht werden.

2021-04-12T10:48:19+00:00Categories: Allgemein, Medien|

Produkttest – Pethuus Maulspray für Katzen

Die Schleimhäute der Maulhöhle werden gepflegt und die antimikrobielle Wirkung der enthaltenen Kräuterextrakte unterstützt die Maulhygiene. Das kann dazu beitragen, der Entstehung von Bakterien, die Mundgeruch verursachen, vorzubeugen. Der Hanfblattextrakt beinhaltet CBD und CBG und wurde aus zertifiziertem EU-Nutzhanf gewonnen.

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2021-04-06T15:16:37+00:00Categories: Produkttests, Videos|

Kater wurde vom Besitzer für verrückt erklärt, verstoßen und einfach sich selbst überlassen… – Fernlehrgang zur zertifizierten Katzenverhaltensberaterin

Eine Fernlehrgangsteilnehmerin schreibt uns, warum sie begonnen hat mit dem Fernlehrgang der aCATemy

Kater wurde vom Besitzer für verrückt erklärt, verstoßen und einfach sich selbst überlassen… – Fernlehrgang zur zertifizierten Katzenverhaltensberaterin

Meine Liebe zu Katzen begann schon in frühester Kindheit, als meine Schwester ein Katzenbaby vor dem Umbringen rettete und ich mich in das Kätzchen verliebte. Die Katze wurde meine beste Freundin, meine Vertraute und meine erste große Liebe. Bis zu ihrem Tod, den ich bis heute nicht überwunden habe. Lange Zeit wehrte ich mich dagegen, eine neue Katze in mein Herz zu lassen, weil ich nie wieder so einen schmerzhaften Verlust erleben wollte. Außerdem war ich viel auf Reisen, wenig zu Hause und hatte somit nicht genug Zeit, mich ausreichend um ein Haustier zu kümmern. Doch die Liebe zu Katzen war immer da. Eines Tages kam ein Kater auf unsere Terrasse zu Besuch und hat sich schlichtweg in mein Herz gemaunzt. Erst kam er sporadisch, dann immer öfter und mittlerweile verbringt er viele Stunden bei uns und sein Vertrauen zu mir verblüfft mich immer wieder aufs Neue.

Er hat einiges hinter sich, wurde von seiner ersten Besitzerin für verrückt erklärt, verstoßen und einfach sich selbst überlassen. Doch er hat sich ein neues Zuhause und jetzt auch ein Zweitzuhause gesucht. Dieses Vertrauen, das Katzen trotz Schicksalsschlägen uns Menschen entgegenbringen ist einer der vielen Gründe, warum ich mich für diesen Kurs entschieden habe. Ein weiterer Grund ist, dass ich mich beruflich verändern und einer Arbeit nachgehen möchte, die Sinn macht und anderen hilft. Was passt da besser, als sich für wehrlose Geschöpfe wie Katzen einzusetzen? Katzen wollen niemanden etwas Böses, nie. Sie haben oft nur keine andere Möglichkeit, sich Gehör oder Aufmerksamkeit zu verschaffen, als sich „daneben“ zu benehmen. Alleine der Gedanke, mit Katzen und deren Menschen zu arbeiten, macht mich glücklich. Das ist es, was ich mir von einer erfüllenden Arbeit erwarte, und so stelle ich mir meine Zukunft vor! Außerdem möchte ich gern, dass sich „mein“ Kater wohlfühlt, wenn er zu Besuch kommt und ich möchte alles verstehen, was er mir erzählt – und das ist manchmal ganz schön viel 😉

2021-04-06T14:14:10+00:00Categories: Allgemein|
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